Heute mal wieder Musik aus der Ecke Kabarett.
Die Rapversion, die Tobias Mann zur Revolution des Deutschunterrichts für Faust angefertigt hat. Sehr unterhaltsam und auch sonst ein sehr guter Newcomer-Kabarettist!
Tobias Mann – Der Faustrap
Heute mal wieder Musik aus der Ecke Kabarett.
Die Rapversion, die Tobias Mann zur Revolution des Deutschunterrichts für Faust angefertigt hat. Sehr unterhaltsam und auch sonst ein sehr guter Newcomer-Kabarettist!
Tobias Mann – Der Faustrap
Heute mal ein richtig, richtig unbekannter Act – noch, hoffe ich.
Dabei so schön, ruhig, melodisch und angenehm. Hachja.
Das passt zum heutigen Schneefall.
Naima Husseini (bzw. die Band Silvester) – Sturm
Ich muss zu meinem Artikel „Hallo Welt!“ nochmal nachlegen. Irgendwie erscheint mir manches rückblickend zu uneindeutig formuliert und da ich nun – was ich erst heute gemerkt habe, weil kein Trackback von dort ankam – in der Netzeitung zitiert und zugleich falsch verstanden werde, möchte ich das nochmal korrigieren. Egal, wie verspätet das jetzt kommt.
Zunächst mal der Ausschnitt in der Netzeitung über meine Meinung:
Auch dieser Beitrag auf curublog kommt nicht aus einer rechten Ecke: «Nichts für Ungut, aber nicht das Verbot des Baus irgendwelcher sakraler Gebäude wirft irgendwen hinter das Niveau der Aufklärung zurück, sondern überhaupt erst der Wunsch, diese zu bauen. Egal, ob es ein Minarett oder ein Kirchturm ist.»
Der Autor erklärt sich in einem Kommentar weiter: «Ein zentraler Punkt der Aufklärung ist aus meiner Sicht das Überwinden oder zumindest der Versuch der Überwindung von kirchlichen Dogmen.» Da ist zwar etwas dran, stimmt dann aber eben doch nicht. Ein ebenso zentraler Punkt der Aufklärung war die Freiheit des Andersdenkenden. Und wenn jemandem danach ist, Türmchen zu bauen, dann sagt die Aufklärung: «Mach dein Türmchen, aber sei bitte nicht so laut, vor allem nicht morgens, ich hatte eine lange Nacht.»
Zum Glück wird ja korrekt erkannt, dass ich nicht aus der rechten Ecke argumentiere, wirklich nicht. Das Missverständnis entsteht an dem Wort „Aufklärung“. Ich bin gegen das Minarettbauverbot, aber säkularisiert bzw. aufklärerisch gedacht wäre dieses Verbot ja durchaus sinnvoll – allerdings NUR WENN es ALLE derartigen Gebäude jedweder Religion verbieten würde. Daher ist es meine Meinung, dass das Verbot uns zwar vielleicht in voraufklärerische Zeiten bezüglich des Toleranzgedanken, nicht jedoch bezüglich der Säkularisierung bringt. Es ist und bleibt – ohne, wie ich es tat, auf der Bedeutung der Aufklärung herumzureiten – natürlich an sich ein rassistisches Urteil aus Angst vor dem Fremden.
Diese gemischten Gefühle, die man als Skeptiker von Religiösem hat, werden beim Feuerbringer sehr gut beschrieben, der scheinbar ein ähnliches Problem mit dem Thema hat, wie ich:
Was nun uns, also die säkulare Szene angeht: Wir haben echt keine Ahnung, was unsere Meinung zu der Sache ist. Wir sind für Religionsfreiheit und für Menschenrechte, aber der Islam tendenziell eher nicht. Das ist das Problem hier. Aber ist ein Minarettverbot legitim? Immerhin ist es kein Moscheeverbot, das darf man nicht vergessen. Dann wieder passen uns die Kirchtürme eigentlich auch nicht, jedenfalls dann nicht, wenn Minarette verboten werden.
Ich halte mich zwar nicht für einen derartigen „Hardliner“ (man entschuldige das Wort) in puncto „weg mit allem Religiösen!“ wie der dortige Blogautor, aber auch mein persönlicher Schluss aus der Sache ist nun eben folgender:
Nein, das Minarettverbot ist im Sinne der Religionsfreiheit nicht legitim, solange andere Sakralgebäude weiterhin errichtet werden dürfen. Einzig und allein das Bauverbot ALLER Errichtungen dieser Art wäre unter säkularisierten Gesichtspunkten legitim, wenngleich das auch wieder Probleme mit der Religionsfreiheit offenlegt – und mit der realistischen Umsetzbarkeit sowieso.
Da beißt sich die Sache dann doch in den eigenen Schwanz und es ist nicht so einfach pro Religionsfreiheit und contra Religionssymbolik in einem zu argumentieren. Daher schließe ich, der ursprünglich vor allem über den aufklärerischen Aspekt sinnieren wollte und scheinbar doch mehr losgetreten hat, mit dem obigen Satz des Feuerbringers: „Wir haben echt keine Ahnung, was unsere Meinung zu der Sache ist.“
Wenn man die vorigen Links dieses Blogs durchkämmt, fällt wohl die Ärztelastigkeit auf, das muss man in diesem Blog leider ertragen. Aus dem Songtag wollte ich sie eigentlich raushalten, ist ja auch eher kein Geheimtipp, aber es gibt nun doch einen Anlass: Ich war live vor Ort auf der Solotour des Herrn Schlagzeugers.
Die Aufnahme ist nicht von mir und dann auch noch so ein Handy-Dings, aber in wirklich guter Qualität. Zudem, wenn auch kein Geheimtipp, sind die Soloprojekte der Ärzte doch nochmal etwas ganz anderes, als die Hauptband. Gewissermaßen stelle ich hier also doch eine unbekanntere Band vor. Insgesamt vor allem wesentlich glamouröser und mit Twang, Swing und Surf angehaucht, sehr empfehlenswert, die Tour ist noch nicht vorbei. Aber genug der Schleichwerbung.
Bela B (y Los Helmstedt) – Rockula
Morgen ist wieder Welt-Aids-Tag und ich seh sie jetzt schon wieder alle über Nachhaltigkeit in der Aufklärung und Prävention fabulieren, was bereits ab übermorgen wieder vergessen ist. Mir ist die Behandlung des Themas nicht unwichtig, nein, aber medial die identischen Dinge immer nur anhand eines Aufhängers in Form des Gedenktages zu besprechen, kann doch nicht die Lösung sein.
Daher – und auch, weil ich ihn an sich schätze – möchte ich auf Holger Klein verweisen, der mal im Bezug auf Nadja Benaissa einen anderen Aufhänger zur Thematik nutzte und seitdem (wenn er es nicht vergisst) jede seiner Radiosendungen mit der Verabschiedungsformel „und vergesst nicht, euch vor HIV zu schützen“ beendet.
Es ist so banal und dennoch bin ich davon schlicht begeistert, weil es tatsächlich viel mehr in meine Wahrnehmung gerarten ist. Und ganz ohne diesen Beigeschmack von geheuchelter Betroffenheit zum Jahrestag.
Alle jaulen sie wegen des Minarettbauverbots in der Schweiz auf. Besonders dieser Artikel der Welt Online ist gerade der heiße Scheiß bei rivva. Clemens Wergin hat dort einen Kommentar veröffentlicht, der wiederum dringend eines Kommentares bedarf.
Sicherlich ist die Haltung der Schweizer intolerant, aber nicht wegen der Volksabstimmung an sich, sondern weil diese Abstimmung nur eine Religion betrifft. In diesem Konflikt geht es nicht um den Islam, es ist nur eine peinliche Randerscheinung, dass die Medien der Bevölkerung längst Islamophobie eingeimpft haben. Vielmehr geht es um den Umgang mit Glaube an sich – und wenn es dort Richtung Verbot ausschlägt, so muss das für alle gelten.
Der Welt-Artikel schürt implizit jene Angst vor dem Islam, gegen die er doch eigentlich vorgehen will, so heißt es:
Die Volksabstimmung zeigt, wie tief die Ängste vor dem Islam in Europa gehen, Ängste, die man sicher auch in der Politik ernster nehmen sollte.
Eine schöne Feststellung, die leider etwas unglaubwürdig wirkt, wenn an anderer Stelle folgendes steht:
[Die Wahrnehmung des Minaretts als Machtsymbol] nimmt aber die tradierte, dem christlichen Kirchturm verwandte architektonische Geste wichtiger als das, was in der Mosche unter dem Minarett an Inhalten gelehrt wird. Und darauf kommt es am Ende an.
Ja, darauf kommt es an, da müssen wir aufpassen, dass bloß keine Terrorlehren in einem geheimen Terrorcamp in der Terror-Schweiz vermittelt werden. Wer weiß, wie lange sie die schweizer Mädchen noch in die Schule gehen lassen, das wird sicher schwierig, wenn erstmal die Taliban das Land übernommen haben. Danke, Welt Online, für das Beseitigen von Vorurteilen.
Im Zweifelsfall hätte der Autor des Textes sogar noch ein paar gute Ausreden parat, wann man – zwar nicht allgemein, aber punktuell – durchaus über ein Minarettverbot sprechen könnte, nämlich dann, …
… wenn es eine historische Stadtsilhouette tatsächlich empfindlich stören sollte.
Richtig. Wo kämen wir da hin, wenn wir integrieren. Wenn wir irgendetwas nicht Urdeutsches oder zumindest nicht Urwestliches im Heimatland zulassen und damit unsere ausländerfreie Zone verschandeln.
Aber damit nicht genug, noch viel schöner ist sowieso das versteckte Fazit des Kommentars, wenn es das denn überhaupt gibt.
Ein Verbot des Minarettbaus ist zwar noch kein Verbot von Moscheen. Es wirft die Schweiz aber hinter das Niveau von Aufklärung und Toleranz zurück, das Europa sich in der Vergangenheit so mühsam erarbeitet – und das etwa die multiethnische Schweiz auch zu solch einem Erfolgsmodell gemacht hat.
Nichts für Ungut, aber nicht das Verbot des Baus irgendwelcher sakraler Gebäude wirft irgendwen hinter das Niveau der Aufklärung zurück, sondern überhaupt erst der Wunsch, diese zu bauen. Egal, ob es ein Minarett oder ein Kirchturm ist.
Das mit der CDU wird immer lustiger. Zunächst mal: Respekt, Herr Jung! Gerade noch so über die Wahl gerettet, sodass die Partei erst hinterher ins Chaos verfällt. Rücktritte zum angemessenen Zeitpunkt sind uncool, nee nee, wahltaktisch muss man denken!
Das Arbeitsministerium wird nun von Zensursula übernommen, was, wie man meinen könnte, gar nicht so übel in puncto Netzsperren ist. Immerhin kann sie nun keine Kinder mehr als Filterargument missbrauchen, sie könnte sich höchstens dem neuen Job anpassen und auf Pornos im Büro als Zielscheibe ausweichen. Mir schweben da Sperrverträge mit Bürosoftwareentwicklern vor, um diesem Wahnsinn ein Ende zu setzen. Ist ja auch nicht gut fürs Wachstum, wenn die Kerle im Büro nur surfen.
Doch egal, die Nachfolgerin als Familienministerin wird diesbezüglich, da habe ich vollstes Vertrauen, auch nichts anbrennen lassen – von Zensursula zu Köhler, vom Regen in die Traufe. Wer Kohl toll findet, kann nur eine Fehlbesetzung sein. Siehe Merkel.
Immerhin hat SchwarzGeld mit dieser Wechselei sichergestellt, dass wirklich kein einziger Minister mehr die Kernkompetenzen seines Amtes erfüllen dürfte. Das ist ja auch was wert.
Kein einziger Minister? Nein! In einem kleinen Freistaat namens Kleinbonum Bayern, gibt es noch den zu Guttenberg. Auf dem Posten des Kriegs Verteidigungsministers gewinnt man üblicherweise nicht gerade an Ruhm, aber ich bin davon überzeugt, dass sich unser Gutti da durchwieseln wird.
Die Kompetenz für diesen Posten, auf dem sich sonst zu Altlasten gewordene Politiker abstellen lassen, ist Glanz und Glamour – eine Kompetenz, die Karl-Theodor mitbringt.
Wie ich heute im O-Ton via Radio von ihm vernahm, wisse er selbst nicht, „was da noch alles kommt“ im Kontext des Luftangriffs, der Jung nun zum Rücktritt zwang. Ich wette um eine Jahresration Baronen-Haargel, dass wir solche Sätze auch noch in drei Jahren hören werden. Jeglichen Klärschlamm, den dieser Afghanistaneinsatz noch mit sich bringt, wird Guttenberg auf seinen Vorgänger oder auf intransparente Aktionen zu schieben wissen, die er noch nicht durchblicken konnte.
Er wird der Held sein, der taktisch kluge Lenker, Bezwinger der Taliban allerorten. Seine Engelszunge, die uns bisher Insolvenzen schönredete, wird uns nun jedes einzelne Todesopfer charmant als Kollateralschaden auslegen, den er leider nicht vermeiden konnte. Und, so wahr ihm Springer helfe, man wird es ihm auch glauben.
Wo ich mich ja ohnehin viel über Musik auslasse, möchte ich mal folgendes fragen:
Was macht „Crazy In Love“ von Beyoncé zum Song des Jahrzehnts?!
Also ich meine die Frage ernst. Klar, ich muss zugeben, dass ich die Musik nicht mag und ich gebe auch nicht viel auf diese Rankings, das lässt meine Anmerkung sehr subjektiv werden.
Aber auch rein objektiv: Was macht diesen ersetzbaren Popsong zum Werk der Dekade? Es ist weder eine Hymne noch irgendwie innovativ. Es steht nicht für ein besonderes Lebensgefühl der Masse und es ist auch nicht gerade musikalisch hochwertig, es ist schlicht ein Popsong, den ich persönlich im Erscheinungsjahr wahrgenommen habe, aber keinesfalls darüber hinaus, schon gar nicht als eine Art tonales Fazit des Jahrzehnts.
Oder ist es vielleicht genau das? Macht es gerade das repräsentativ?
Das Paradebeispiel des Jahrzehnts: ein ersetzbarer Popsong.
Ach, ich komm zu gar nix. Nicht hauen, ich weiß, es wird wieder zu ruhig hier.
Gegen die Stille wenigstens noch die sonntägliche Musik.
Es geht weiter mit etwas softerem Gitarrenrock. Ein Künstler, den ich kaum kenne, über den ich quasi nichts weiß, den ich aber seit dem Album „Taxi“ zu den ganz großen Songwritern zähle – für mich persönlich eines der Alben des Jahres 2009.
Bosse – 3 Millionen
Auch eine wirklich brisante Meldung:
Hat für mich in etwa den Informationsgehalt von
„Erna P. hat Rücken. Ihre Hündin ist läufig.“