Curus Blog
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Gegen ein Verbot von Action-Computerspielen

Unter anderem hier und hier wird auf eine ePetition gegen das geplante Verbot von Killerspielen verwiesen, wobei die Petitionsforderungen ebenso beinhalten, den Begriff „Killerspiel“ zukünftig in der öffentlichen Debatte zu vermeiden.

Hier ein Auszug aus dem Petitionstext vom Hauptpetenten Peter Schleußer:

„Mit Bedauern stelle ich fest, dass die Debatte von Unkenntnis, Polemik, Unsachlichkeit und Vorurteilen
geprägt ist, gerade aus den Reihen der Politik.
„Gewaltverherrlichende“ Medien hingegen sind aus gutem Grund verboten. Doch ein prinzipielles
Herstellungs- und Vertriebsverbot von Filmen und Computerspielen für Erwachsene steht aus meiner
Sicht im Widerspruch zu Artikel 5 unseres Grundgesetzes („Eine Zensur findet nicht statt“).
Vielmehr gilt es, Kinder und Jugendliche vor Inhalten zu schützen, die nicht für ihr jeweiliges
Alter freigegeben sind.
[…]
Als volljähriger Bürger und Wahlberechtigter bitte ich Sie nachdrücklich, …
• den irreführenden und diskriminierenden Begriff „Killerspiele“ aus der politischen Diskussion
zu nehmen.
• das Vertrauen der Öffentlichkeit in die bestehenden staatlichen Jugendschutzmechanismen
zu stärken.
• den Vollzug bestehender Gesetze zu verbessern und zu gewährleisten, dass Kindern und
Jugendlichen nur Computer- und Videospiele entsprechend der USK-Jugendfreigabe zugänglich
gemacht werden.
• Eltern, Pädagogen sowie erzieherisch verantwortliche Personen bei der Förderung der
Medienkompetenz zu unterstützen.
• die Computer- und Videospiele-Branche in Deutschland und insbesondere die Ausbildung in
diesen zukunftsträchtigen Berufen zu fördern.“

Das Mitzeichnen aus Faulheit wegen des Anmeldeverfahrens auf der Homepage zu unterlassen, ist übrigens ekelhaft bequem. Und das Mitzeichnen mit Pseudonym ist feige.
Bei der Gelegenheit könnte man auch gleich die GEMA-Petition unterstützen, auf die ich schon verwiesen habe.

Was die Killerspiel – bzw. sollte ich ja jetzt Action-Computerspiel sagen – Debatte angeht, wird meiner Meinung nach sowieso der zentrale Punkt mal wieder ignoriert: Wer die Spiele haben will, der bekommt sie auch. Völlig egal, welche Verbotssysteme eingerichtet werden. Das gilt übrigens auch für Musikdateien oder Filme oder oder.
Wer also über Verbote sinniert, verfehlt den Kern der Sache. Es gilt über Wege nachzudenken, wie man mit diesen „Waren“ umgehen sollte, jetzt, wo sie nunmal frei verfügbar sind. Das es leicht ist, eine Lösung zu finden, hat niemand gesagt. Aber es ist eben nicht immer so einfach, dass man etwas schlicht verbieten kann.

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