Curus Blog
Meine Plattform zur Partizipation in der digitalen Unrelevanz

Hochprozentig

Aha, die perfekte Ergänzung hierzu:

Die Junge Union lädt zum Saufen ein. Denen ist auch kein Rattenfängermodell für Jugendliche zu schamlos.

Das Angebot der Jungen Union in der Disko Playa: 10 Euro zahlen, für 25 Euro trinken. Oder 15 Euro zahlen und für 40 Euro trinken. Es klingt wie Koma-Saufen: Die entsprechenden Gutscheine müssten in anderthalb Stunden vertrunken werden, sie gelten nur bis 23.30 Uhr, die Party beginnt aber erst ab 22 Uhr. Unter dem Motto „Rot-Grün muss weg” werden folgende Getränke offeriert: Jeder Xuxu-Shot 2 Euro, jeder Waldmeister-Shot 2 Euro.

Ach ja, man muss ihnen lassen, dass sie hier folgendes richtigstellen:

Die JU stellt klar, dass der Gutschein zwar bis 23:30 an der Kasse erworben werden muss aber die ganze Nacht genutzt werden darf.

Also geht es nicht zwangsläufig darum, das Zeug so schnell wie möglich zu trinken. Das ändert jetzt aber auch nichts an der grundsätzlichen Absicht.

Die Nummer wird natürlich trotzdem ziehen, das Partykonzept ist beliebt, die Preise günstig und die politische Motivation der Sache steht ja völlig im Hintergrund, sodass sich daran auch keiner stört.
Ich amüsiere mich aber immer wieder über die Art, wie die JU ihrer eigenen CDU ans Bein pinkelt. Während diese mit erhobenem Zeigefinger gegen alles vorgeht, auf dem „Alkohol“ oder „Porno“ steht, benutzt die eigene Jugend genau das als Wahlkampfmethode: Weil’s mit Inhalten eben nicht mehr geht.

Und im Hintergrund sitzt Lobo bei Maybrit Illner.
Toller Tag.

(via Nerdcore)

Update:
Da fühlt man sich doch gleich besser, wenn man ebenso wie das BildBlog ein bisschen recherchiert und die Richtigstellung der JU berücksichtigt hat. Wie schon gesagt (und wie auch im Bildblog beschrieben), ändert das aber nichts an der Fragwürdigkeit der Aktion, die mit Politik nichts zu tun hat.

2 Antworten to “Hochprozentig”

  1. Naja, Gott, man kann ja auch was ohne Alkohol trinken. Ich find die JU auch regelmäßig lächerlich, aber die Aufregung um diese Aktion hier kommt mir in vielen Fällen ein bisschen künstlich vor.
    Trotzdem Glückwunsch für die gründliche Recherche. Anderswo sieht man den Fehler nicht mal ein, nachdem man drauf hingewiesen wurde.

  2. Da hast du mal wieder Recht, aufregen muss man sich wirklich nicht.

    Aber ich belächle das aus zwei Gründen:
    Erstens finde ich es, wie im Artikel beschrieben, sehr interessant, wie deutlich die JU-Aktionen im Konflikt mit den (vermeintlichen) CDU-Absichten stehen.
    Und zweitens bin ich alterstechnisch der Zielgruppe solcher Partys noch nicht völlig entwachsen.

    So erlangt es dann, wie sagt man, ein „Gschmäckle“.


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